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Deutschland

Montag, 26.07.2010

CSU-Politiker Mayer weist Kritik an Vertriebenenfunktionären zurück

 

Stephan Mayer: Der CSU-Politiker weist die Kritik an Vertretern des Bund der Vertriebenen als „unverschämt“ zurück Foto: Privat

BERLIN. Der vertriebenenpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stephan Mayer, hat die Kritik an einzelnen Mitgliedern des Stiftungsrates des Vertriebenenzentrums als „unverschämt und bodenlos“ zurückgewiesen. „Für so etwas habe ich kein Verständnis“, sagte das Präsidiumsmitglied des Bundes der Vertriebenen (BdV) der JUNGEN FREIHEIT.

Den stellvertretenden Mitgliedern im Stiftungsrat des Vertriebenenzentrums, Hartmut Saenger und Arnold Tölg, war unter anderem vom wissenschaftlichen Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Peter Steinbach, Geschichtsrevisionismus und Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen vorgeworfen worden.

Mayer verteidigte hingegen Saenger und Tölg. Beide seien ihm als seriöse und besonnene Personen bekannt. Die Angelegenheit sei eine „Kampagne der Opposition mit dem Ziel, Stimmung gegen den BdV zu machen“, kritisierte der CSU-Abgeordnete, der für den Bundestag im Rat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ sitzt.

Zitate aus dem Zusammenhang gerissen

Anlaß für die Kritik an den BdV-Vertretern war unter anderem ein Beitrag Saengers in der Preußische Allgemeine Zeitung vom vergangenen Jahr. Darin hatte er die Haltung Polens in der Zwischenkriegszeit kritisiert.

Vertriebenen-Politiker Mayer sieht darin jedoch keineswegs eine Leugnung oder Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Vielmehr seien die kritisierten Zitate aus dem Zusammenhang gerissen. „Es ist unbestritten, daß der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausging. Daran gibt es nichts zu rütteln. Das heißt aber nicht, daß man im Gegenzug nicht nach dem Verhalten Polens und der Tschechoslowakei in der Zwischenkriegszeit fragen darf“, sagte Mayer.

Der CSU-Politiker äußerte zudem die Hoffnung, daß die Stiftung trotz der neuerlichen Kritik nach der Sommerpause endlich ihre Arbeit aufnehmen könne und ihrem eigentlichen Ziel, der Erinnerung an die Geschichte der Vertreibung, gerecht werden könne. (krk)



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Friedrich Zehetner aus Wien

Donnerstag, 29-07-10 00:57

Es sind Leute wie Mayer, die die Landsmannschaften und den BdV systematisch unterwandert und übernommen haben, und zu einer Interessensgemeinschaft für die Unionsparteien geformt haben.
Der Sudetendeutsche Tag zB. gleicht schon einem CSU-Parteitag mit Sudetendeutscher Folklore.
Einfach widerlich, dieses Bonzentum.
Und was wollen diese Leute denn vom ZgV ?
Der Rahmen der deutschfeindlichen Geschichtsschreibung ist die Grundlage der „Aufarbeitung“.
Daran läßt auch der Hr. Mayer keinen Zweifel.
In Wirklichkeit unterscheiden sich seinesgleichen in der Sicht der Geschichte von Roten und Grünen nur um Nuancen. Hab es selbst gehört wie Stoiber mal meinte, die Vertreibung habe 1933 ihren Ursprung. Klar was er meint.

 

Rainer Thesen aus Bayern

Montag, 26-07-10 19:43

Bei Herrn Steinbach ist Nachhilfe angebracht. "Geschichtsrevisionismus". Revision ist in der Betriebswirtschaft die Überprüfung von Geschäftsvorfällen auf die Einhaltung von kaufmännischen Grundsätzen und gesetzlichen Regeln. "Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen". Relativieren heißt, wörtlich übersetzt, vergleichen. Nur wer vergleicht, kann Unterschiede finden und etwas in das Ganze richtig einordnen. Dazu Walter Rathenau: "Denken heißt vergleichen". Im Vergleich mit Rathenau sc hneidet Steinbach auch ganz schlecht ab. Unteres Mittelmaß, meine ich.

 

Berthold aus aus Franken

Montag, 26-07-10 17:15

Natürlich muss Herr Mayer mit der Aussage „Es ist unbestritten, daß der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausging. Daran gibt es nichts zu rütteln...." der gängigen PC gerecht werden. Ich empfehle ihm aber einmal das Buch von Schultze-Rhonhof "Der Krieg der viele Väter hatte" zu lesen. Das Buch sollte Pflichtlektüre für jedes Stiftungsmitglied sein, um eine von Wahrheit getragene Ausstellung zusammenstellen zu können.

 

Klaus Reichel aus Forchheim

Montag, 26-07-10 15:42

Nicht immer ist der schuld, der den ersten Schuß abgibt, sondern der, der die Gründe dafür geliefert hat.

Klingt zwar nicht politsch korrekt, entspricht aber der Wahrheit.

 
 

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