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Ausland

Mittwoch, 04.11.2009

Kruzifix in italienischen Schulen verstößt gegen Menschenrechtskonvention

 

Kruzifix: Widerspricht dem Grundsatz des Säkularismus. Foto: Pixelio/Mariocopa

STRASSBURG. Ein Kruzifix in Klassenräumen an staatlichen Schulen in Italien verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Dies entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg am Dienstag. Geklagt hatte die Italienerin Soile Lautsi, deren elf und 13 Jahre alten Kinder von 2001 bis 2002 eine öffentliche Schule in Abano Terme besuchten.

In der Schule hing in sämtlichen Klassenzimmer ein Kruzifix. Die Italienerin bemängelte, daß dies dem Grundsatz des Säkularismus widerspreche, nach dem sie ihre Kinder erziehe, und zog vor Gericht. Dort unterlag sie im Februar 2006 letztinstanzlich. Das Gericht entschied, daß das Kreuz mittlerweile zu einem weltlichen Verfassungswert geworden sei.

Glaubensfreiheit der Kinder wird verletzt

Dem widersprach nun der Europäische Gerichtshof. Religiöse Symbole in öffentlichen Gebäuden, vor allem in Klassenräumen, schränkten Eltern in ihrem Recht ein, ihre Kinder nach ihren eigenen Überzeugungen zu erziehen.

Zudem werde dadurch die Glaubensfreiheit der Kinder verletzt, zu der auch gehöre, nicht zu glauben. Die Straßburger Richter sahen darin einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. (krk)




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A. Müller aus der Pfalz

Donnerstag, 05-11-09 18:05

Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper hat es gut formuliert: „Dieses Zeichen eines aggressiven Säkularismus müsste uns aufwecken und dazu bringen, unsere Stimme zu erheben... In einigen europäischen Kreisen in Straßburg und Brüssel will man etwas aufbauen, was nicht mehr Europa ist – denn ohne Christentum gibt es kein Europa.“ Sehr wahr.

Im Übrigen ist die Türkei auf Platz 2 (hinter Italien), was Verurteilungen vor dem Europäische Gerichtshof für Menschenrechte angeht.

 

Anna Luehse aus Hessen

Donnerstag, 05-11-09 13:04

# Michael Karthäuser
"Übrigens stammt die Dame aus Finnland und ist keine gebürtige Italienerin"

Zur Ergänzung: Im Richtergremium des EUGH saßen auch ein Türke.

„Bei dem Urteil in Straßburg hat auch ein türkischer Richter mitgewirkt. In der Türkei ist islamischer Religionsunterricht auch für Nichtmuslime verpflichtend. Ich frage mich, von welcher Art Religionsfreiheit oder Respekt vor der Identität man sprechen kann, wenn in diesem Gericht ein Mitglied sitzt, in dessen Land die Religionsfreiheit nicht respektiert wird.“

Aus einer Stellungnahme des Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese (62), Apostolischer Vikar von Anatolien.

 

O. Ditges aus NRW

Donnerstag, 05-11-09 04:05

Supi, noch ein Hoch auf Europa, unser Europa der Regionen. Wo Volksnähe keine leere Phrase ist und die Wasser noch rein sind.

Also, die Schulpflicht schränkt die Eltern nicht ein ihre Kinder nach ihren eigenen Überzeugungen zu erziehen? Aber ein Kruzifix im Klassenraum schon!
Wie ist das mit religiösen Symbolen bei den zwangsweise Klassengenossen/innen meiner Kinder?
Ach so, zu heikel? Ok, war ja nur ne Frage... ich als Laie versteh von den heren Grundsätzen der Justiz ja eh nix und ess fröhlich mein kölsches Mettbrötchen (bis es mir einer verbietet).

 

Michael Karthäuser aus St. Vith

Mittwoch, 04-11-09 22:31

Übrigens stammt die Dame aus Finnland und ist keine gebürtige Italienerin.

 

Michael Karthäuser aus St. Vith

Mittwoch, 04-11-09 22:27

Was genau ist eigentlich als "religiöses Symbol" zu verstehen? Im Verständnis der sog. Moderne doch wohl jegliches Zeichen, das eine glaubensgebundene Ideologie bzw. Heilslehre repräsentiert. Ob dazu wohl auch die diversen sich immer weiter etablierenden (Zivil)Religionen mit ihren Symbolen gehören? Ist vielleicht auch die Regenbogenflagge ein solches? Oder gar das Holocaust-Denkmal in Berlin? Wie steht's um die weithin sichtbaren Minarette?
Mit grosser Wahrscheinlichkeit irre ich hier, zumindest der offiziösen Deutung nach, in einem Punkt aber bin ich mir sicher: Hier geht es NICHT darum, die Glaubensfreiheit zu schützen, sondern darum, das Christentum zu diskreditieren und zu verbannen! Und dies zugunsten anderer "Glaubensrichtungen"!

 

Charles Henrich aus Berlin

Mittwoch, 04-11-09 20:39

Interessant wäre es zu erfahren, was der Würzburger Weihbischof dazu sagt, der mit seinem Glockenläuten eine gerichtlich genehmigte Kundgebung störte, wofür er nun das Bundesverdienstk r e u z bekommt.

 

alter Sachse aus Zwickau

Mittwoch, 04-11-09 18:34

Bloß gut, daß es noch ein paar Gleichgesinnte gibt, sonst wäre das alles nicht mehr zu ertragen!!!

 

Bernd Schmieder aus Berlin

Mittwoch, 04-11-09 18:04

Dann sollte der Gebetsraum in Berliner Schulen aber auch fallen ! Wird Zeit, daß wir uns wieder Kreuze und Glücksschweine auf´s Auto kleben.

 

Friedrich Herberg aus Torgau

Mittwoch, 04-11-09 16:55

Vor dem Hintergrund dieses Gerichtsurteils musss man sagen, dass die Nazis in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in Bezug auf die Menschenrechte Vorreiter waren, als sie in den Schulen die Kruzifixe abhängen ließen.

Und die EU folgt ihnen auf ihrem verheißungsvollen Weg. Das muss ja gut ausgehen...

 

Bernd Sydow aus Berlin

Mittwoch, 04-11-09 16:46

Wenn nichtchristliche Eltern(teile) wie Frau Lautsi ihre Kindeserziehung durch ein Kruzifix in Klassenräumen, welches gerade im katholischen Italien auch ein kulturelles Symbol ist, beeinträchtigt sehen, kann es mit der "Überzeugungskraft" ihrer (wahrscheinlich atheistischen) Erziehung nicht weit her sein.

Und dem Europäischen Gerichtshof sei ins Stammbuch geschrieben, daß die "europäischen Werte" christliche Wurzeln haben. Insofern ist das Kruzifix auch Ausdruck unserer christlich-abendländischen Identität.

 

Dirk Pöhlmann aus .

Mittwoch, 04-11-09 15:18

Die Nazi-Keule schleift sich ab. Nun wird die neue Keule installiert:

die Diskriminierungs-Keule !!

habt acht !!

 

Rechter Winkel aus Wendeburg

Mittwoch, 04-11-09 13:56

Hm, also Ich bin froh darüber, dass im Lissabonner Vertrag dieser unsäglichen EU nichts über einen "Gottesbezug" zu finden ist.

wennn man aber alles religiöse aus der Schule entfernen will sollte man allerdings auch alle Kopftücher u.s.w. verbieten

 

Otto Ohnesorge aus Berlin

Mittwoch, 04-11-09 13:25

Zuerst in der europäischen "Verfassung", dann im Vertrag von Lissabon, findet sich kein Gottesbezug.
Die Damen und Herren, welche in der EU das Sagen haben, sind nur konsequent.
Religionfreiheit über alles. Alles ist gleichwertig.
Religion ist nach deren Überzeugung ein Privatvergnügen.
Abendländische Kultur und Werte und der jahrhunderte währende Prozeß bis dorthin, interessiert die Herrschaften in der EU jetzt nicht mehr.
Deshalb gehört nach deren Überzeugung kein religiöses Symbol in -wohlgemerkt- staatliche Schulen.
Erschreckend ist, daß diese Leute glauben das richtige zu tun. Deshalb sind sie auch nicht umzustimmen.
Wer das Abendland erhalten will, darf solche Leute nicht wählen.

 

Dietrich Mainz aus NRW

Mittwoch, 04-11-09 12:36

Wo bleibt denn die Europäische Menschenrechtskonvention, wenn Lehrerinnen u. Schülerinnen in den Unterricht mit muslimischem Kopftuch erscheinen und dadurch die Glaubensfreiheit der nicht muslimischen Kinder verletzten.

Wo bleibt die gleiche Institution, wenn einem muslimischen 16jährigen konvert. deutschen muslimischen Knaben in Berlin bestattet wird, dass ihm ein eigener Gebetsraum zu Verfügung gestellt wird?
Es erscheint mir, als sei auch die EU schon in dem Gedanken aufzugehen, dass das Christliche Abendland, zu der die EU gehört, bald der Vergangenheit angehört!
Es ist nicht mehr erträglich, was sich hier abspielt.
Wieder nur das "Schweigen der Lämmer", die das Ruder noch herumreißen könnten?
Kreuz weg? Kopftuch sofort weg!!!

 

Dr. Hans-Joachim Fischer aus Blaubeuren

Mittwoch, 04-11-09 11:37

Sehr, sehr traurig.

Merken diese irregeführten Menschen nicht, dass sie sich damit selbst den Ast absägen, auf dem sie sitzen? Hahaha!

Mit der gleichen Methode kann man jegliche Art öffentlicher Darstellung verbieten lassen, z.B. Werbung (ich glaube nicht an Konsum), Schwulenparaden (ich möchte nicht Schwul sein), Pornografie (ich will sauber und gesund bleiben), ...

Also nur weiter so. Es gibt nichts Schlechtes, an dem nicht auch etwas Gutes dran ist.

 

Gül Türkilmatz aus Integriert

Mittwoch, 04-11-09 10:52

Diese unsägliche europ. Menschenrechtskonvention hat sich zum Ziel gesetzt, unsere abendländische Kultur zu zerstören. Es ist eine Schande. Die sollen bellen wie sie wollen. Es gibt nur eine Lösung: Bellen lassen und ignorieren, was Schwachköpfe herauslassen.

 
 

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