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Deutschland

Donnerstag, 18.06.2009

Paulis Neue heißt „Freie Union“

 

Gabriele Pauli: Neue Partei, neues Glück Foto: privat

MÜNCHEN. Die ehemalige Spitzenkandidatin der Freien Wähler, Gabriele Pauli, hat am Donnerstag im Münchner Hofbräukeller ihr Konzept für eine neue Partei vorgestellt. Unter dem Namen „Freie Union“ soll diese bereits an der Bundestagswahl im Herbst teilnehmen. Aufgrund der Parteigründung wurde Pauli bereits aus der Fraktion der Freien Wähler im Bayerischen Landtag ausgeschlossen.

Es solle bei der Freien Union nicht um bestimmte Zielgruppen, nicht um zentrale Themen und nicht um Politikinszenierung gehen, erklärte Pauli. Vielmehr solle die Freie Union zur Rückkehr der Wahrhaftigkeit in der Politik beitragen und diese wieder stärker im Volk verankern. Sie plädierte allgemein für mehr direkte Beteiligung der Bürger an der Politik, mehr Direktmandate und ein einfacheres Steuersystem.

Die zentrale Aussage lautete: „Erfolg ist, wenn man sich selber folgt.“ Das bekannte Konzept einer Ehe auf Zeit verteidigte Pauli zwar, betonte aber, daß dies nicht wesentliches Motiv der Parteigründung sei. Diese soll am Sonntag in München stattfinden. Pauli berichtete von einem überwältigenden Echo. (Gp/FA)


 



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Norbert Klinge aus Bochum

Montag, 29-06-09 20:52

Keine bestimmte Zielgruppen, keine zentrale Themen???
Die neuesten Pauli-Nachrichten werden immer konfuser.
Es scheint für mich auf eine Partei hinauszulaufen, die kein Mensch braucht.

 

Martin Heine aus Hannover

Sonntag, 21-06-09 17:41

Bei allem Kopfschütteln ob der Vorsitzenden: wenn ich lese, daß in ihrem Programmentwurf "unter anderem eine Neustrukturierung des Staates, ein neuer Zuschnitt der Bundesländer, ein bundesweit einheitliches Bildungssystem, eine Direktwahl der Ministerpräsidenten und des Bundeskanzlers sowie Volksabstimmungen über bedeutende politische Entscheidungen gefordert" werden, so kann man der Freien Union nur viel Erfolg wünschen - zumal ja nicht gesagt ist, daß Frau Pauli auf Lebenszeit den Vorsitz führen wird. Für den Moment jedenfalls hat sie mit einem "bundesweiten Bekanntheitsgrad von über 80 Prozent" etwas zu bieten, was allen übrigen Formationen entscheidenderweise abgeht.

 

resh trem aus ingolstadt

Samstag, 20-06-09 00:38

wenn man die pauli die letzten jahre verfolgt hat, kann nur noch den kopf schütteln. da fehlt nicht nur eine klare linie, sondern alles! was soll man mit noch einer partei, die niemand wahr nehmen wird, da sie in keinem landtag usw. vertreten wird. bei den eu-wahlen habe ich spaßhalber geschaut wieviele parteien sich zur wahl gestellt haben. es waren 31. die nr. bekam ein kreuz. da habe ich mich gefragt, warum es so viele sind! dann ist mir schnell die antwort eingefallen: wir haben eine demokratie, und da darf sich jede gruppierung aufstellen lassen, da es keine sinnvollen hürden für die teilnahme gibt. also gehen viele stimmen sinnlos verloren.

 

Hans Holt aus Berlin

Freitag, 19-06-09 14:27

"... hat am Donnerstag im Münchner Hofbräukeller ihr Konzept ..." Wurde im Hofbräukeller nicht schon einmal eine Partei gegründet? Wer so instinktlos und "Wischiwaschi" ist, wird keinen Erfolg haben. Keine bestimmte Zielgruppe, keine zentralen Themen, keine Politikinszenierung und die Rückkehr zur Wahrhaftigkeit in der Politik. Was will denn diese Frau? Abgesehen von der Ehe auf Probe und dem Sturz ihres Landesfürsten hat sie nichts vollbracht. Sie dient nur der weiteren Aufsplitterung der Parteienlandschaft, damit die Etablierten weiter gegen ihr Volk Politik betreiben können.

 

R. F. aus Stuttgart

Freitag, 19-06-09 13:57

Für politisch korrekte Protestwähler, die sich nicht trauen eine Partei rechts von CDU/CSU zu wählen, ist das wohl eine wählbare Alternative. Nur wofür braucht man eine Protestpartei, die in ihrem Parteiprogramm nichts anderes drinstehen hat, als die anderen Parteien auch schon?

 

Bernd Sydow aus Berlin

Freitag, 19-06-09 09:22

Gabriele Pauli hat ihre neue Partei "Freie Union" genannt. Das klingt liberal und ist politisch korrekt. Hätte sie sie etwa "Freiheitliche Union" getauft, wäre sie in unserem "toleranten" Land unversehens in der rechten Schmuddelecke gelandet.

Wie sie bis September für ihre Partei die erforderliche Infrastruktur schaffen will, bleibt ihr Geheimnis. Sie sollte desweiteren bedenken, daß eine Partei, deren Programm fast nur aus politischem Moralismus besteht, auf Dauer wenig attraktiv ist.

 
 

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