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Nachrichten

Dienstag, 18.12.2007

Mittweida: Hakenkreuz offenbar selbst eingeritzt

 

Stadtwappen von Mittweida

MITTWEIDA. Im Fall des mutmaßlichen rechtsextremistischen Überfalls auf eine junge Frau im sächsischen Mittweida hat sich die 17jährige offenbar das Hakenkreuz selbst in die Hüfte geritzt. Das geht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Chemnitz aus zwei rechtsmedizinischen Gutachten hervor.

Die Frau hatte angegeben, Anfang November von vier Rechtsextremisten mißhandelt worden zu sein, nachdem sie einer sechs Jahre alten Spätaussiedlerin zu Hilfe gekommen war, die von den Männern bedrängt wurde.

Die „Glatzköpfe“, die nach ihren Angaben „Bomberjacken mit NSDAP-Aufnähern“ trugen, hätten sie zu Boden geworfen, festgehalten und ihr ein Hakenkreuz in die Haut geritzt. Zusätzlich hätten sie versucht, ihr Runen ins Gesicht zu schneiden, was aber an ihrer heftigen Gegenwehr scheiterte.

Trotz 5.000 Euro Belohnung bislang keine Zeugen

Das Mädchen gab zudem an, daß zahlreiche Anwohner den Angriff beobachtet hätten. Trotz umfangreicher Ermittlungen und einer ausgesetzten Belohnung in Höhe von 5.000 Euro meldeten sich bislang aber keine Zeugen, die den Tathergang bestätigen konnten.

Ein gegen einen 21jährigen beantragter Haftbefehl wurde vom zuständigen Gericht abgelehnt - aus „nachvollziehbarer Begründung“, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz jetzt eingestand.

Da zwei verschiedene rechtsmedizinische Gutachten die „Selbstbeibringung“ des Hakenkreuzes „zumindest nicht ausschließen“ könnten, erwägt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen das 17 Jahre alte Mädchen wegen Vortäuschens einer Straftat zu ermitteln.

Dies sei auch deshalb notwendig, „da offensichtlich wohl der falsche Eindruck entstanden war, daß Teile der Mittweidaer Bevölkerung nicht über genügend Zivilcourage verfügen würden“, teilten die Staatsanwaltschaft Chemnitz und die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge zusätzlich mit.

Vorschnelle Berichterstattung in den Medien

Dieser Eindruck war vor allem durch die Berichterstattung diverser Medien entstanden. So hatte Welt online beispielsweise von einer „Neonazi-Attacke auf ein sechsjähriges Mädchen“ und von der „Verstümmlung einer Frau“ geschrieben. Spiegel online hatte zudem berichtet, daß „mehrere Menschen“ „den Übergriff von umliegenden Balkonen aus“ verfolgt hätten, aber niemand eingegriffen oder die Polizei alarmiert habe.

Zudem hieß es in den meisten Berichten zu dem Vorfall, daß das Spätaussiedlermädchen die „Aussagen ihrer Retterin“ (Spiegel online) bestätigt hätte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet sogar in ihrer heutigen Ausgabe (18. Dezember 2007), daß es „keine Zweifel“ daran gebe, daß „die junge Frau dem Mädchen tatsächlich half“.

Dagegen teilte die Staatsanwaltschaft nun mit, daß „das von der Geschädigten genannte 5 bis 6jährige Kind“ „bislang nicht ermittelt werden“ konnte.



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Hannes Tehrmann aus Ravensburg

Freitag, 21-12-07 15:14

Sebnitz, der Fall Erymias M., Mügeln, Mittweida und unzählige mehr.
Der "Kampf gegen Rechts" bedarf eines immer größer werdenden Rechtfertigungsaufwandes.
Und immer sind die Medien gerne dabei, wenn es darum geht, die nicht vorhandene "braune Gefahr" zu inszenieren.

 

Ellinor Blenk aus Berlin

Donnerstag, 20-12-07 07:17

Hier handelt es sich offenbar wieder einmal um eine Psychotische Person, deren Phantasie für eine ‚UFO-Entführung’ nicht ausreichte. Diese liegt auch z. Zt. hierzulande nicht im Trend. Mit einem 'selbst geschnitzten' Hakenkreuz kann man sicher bei der stets am Köcheln gehaltenen 'Gefahr-von-Rechts'-Hysterie mehr Aufmerksamkeit erlangen.


 

Andreas Klose aus Berlin

Mittwoch, 19-12-07 21:05

Wohlmöglich wollen die Behörden mit der Verbreitung solcher Informationen von der fehlrenden Zivilcourage ablenken und das Opfer unglaubwürdig erscheinen lassen.
Die rechte Gewalt explodiert. Der Neonazismus und seine Duldung durch Staat und Gesellschaft muss bekämpft werden!

 

Willi Wunder aus Dresden

Mittwoch, 19-12-07 12:35

Naja. War ja eh klar. Ich habe zumindest den Eindruck, daß der Anteil der Leute, die auf die künstliche Empörung noch reinfallen zusehends geringer wird. Lichterketten und Demonstrationen gab es nicht. Die ganze Show findet mittlerweile im geschlossenen Kreislauf der Massenmedien statt.

 

Dimitrios Toris aus Wuppertal

Mittwoch, 19-12-07 00:10

Einmal, nur einmal möchte ich erleben, dass Linksextremisten von den Medien für etwas kritisiert werden, was sie gar nicht getan haben...aber da hat man ja schon Probleme damit, die nur für das was sie täglich wirklich anstellen zur Verantwortung zu ziehen...

 

Petra Baum aus Wiesbaden

Dienstag, 18-12-07 20:34

Es ist mal wieder ein linker Popanz in den Medien aufgebaut worden. Das wieviele Mal eigentlich?

 

Bart van Leeuwen aus Mönchengladbach

Dienstag, 18-12-07 18:33

Wie oft ist es jetzt schon passiert, dass junge Frauen, psychisch mehr oder weniger gestört, behauptet haben, Neonazis hätten ihnen irgendwo am Körper Hakenkreuze eingeritzt - und wie oft ist dann hinterher herausgekommen, dass alles frei erfunden war und diese im Grunde bedauernswerten Personen sich nur wichtig machen wollten? Ich kann mich nicht erinnern, dass auch nur einmal tatsächlich "Rechtsextreme" so etwas getan hätten. Aber jedesmal reagiert die Öffentlichkeit geradezu reflexartig auf solche Nachrichten mit der üblichen Portion Besorgnis, Empörung und Erschütterung. Oft genug begleitet durch Demos und Lichterketten. Wenn auch nur der Verdacht besteht, es könnten Rechtsextreme mal wieder eine schlimme Tat begangen haben, wird jeglicher gesunde Menschenverstand, jegliche gesunde Skepsis, jegliches Misstrauen ausgeschaltet. Mal sehen, wie oft wir dieses Spielchen noch miterleben werden. Dumm nur, wenn so etwas wirklich mal passieren sollte. Wer glaubt dann doch dem Opfer?

 
 

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